Kurze Hinweise zur formalen Gestaltung Ihrer schriftlichen Arbeit
(Hausarbeit, Zertifikats-Arbeit, Diplom-Arbeit, B.A.-Arbeit, M.A.-Arbeit)
Stand: 2008
1. Zum Format
- Die Arbeit sollte den vorgegebenen Umfang (*) nicht überschreiten. Die Gliederung sowie die Literaturangaben zählen zum Text, sind also im genannten Seitenumfang enthalten!
- Pro Seite nicht mehr als 2.500 Zeichen
- Schriftgröße: 12 pt
- Zeilenabstand:1,5 Zeilen
- Format: Blocksatz
- Bitte lassen Sie einen Korrekturrand von 3 cm links und 4 cm rechts
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(*)
Hausarbeit: 10-12 Seiten
Zertifikats-Arbeit: 30 Seiten
Diplomarbeiten: 120 Seiten
2. Gestaltung des Titelblatts
Das Titelblatt Ihrer Arbeit muss folgende Angaben enthalten:
- Ihren Namen und Ihre Anschrift
- Thema der Arbeit
- Name der Betreuerin / des Betreuers
- Abgabedatum
3. Zitierweise(*)
Die Zitierweise sollte dem amerikanischen Vorbild entsprechen.
Wörtliche Zitate werden immer durch Anführungszeichen gekennzeichnet.
Die Identifikation eines Zitates erfolgt im Haupttext und nicht in den Fußnoten. Die Fußnoten dienen ausschließlich der Ergänzung des Haupttextes und nur in diesem Zusammenhang dann auch der Identifikation von Quellen. Dabei gilt:
- Gehört der Name des Autors zum Text, dann stehen in einer anschließenden Klammer Erscheinungsjahr und Seitenzahl der jeweiligen Publikation. Wird der Autorenname im Text nicht erwähnt, steht auch sein Nachname (und nur dieser) in der Klammer.
Beispiel: Borjas (1990, 164) zeigte, ... oder: ... in dieser Phase vorherrschend (Sen 1992).. - Angaben in den Klammern, die sich auf denselben Text beziehen, werden durch ein Komma, Angaben über verschiedene Texte durch ein Semikolon getrennt, und zwar auch dann, wenn derselbe Autor mit mehreren Publikationen zitiert wird.
Beispiel: Wie Goffman mehrfach betont hat (1959a; 1959b; 1960)...
oder: Es gehört zu den Irrtümern der Systemtheorie (Luhmann 1984, 88; Baecker 1989, 10; Esposito 1995, 256).. - Hat der Text mehrere Autoren, dann werden deren Namen durch Schrägstriche getrennt.
Beispiel: In der Dialektik der Aufklärung heißt es (Horkheimer/Adorno 1947, 85).. - Falls ein Zitat nicht aus einer Originalquelle übernommen werden kann, muss im Literaturnachweis „zit. n.“ (= zitiert nach) und die Sekundärquelle, aus der Sie das Zitat übernehmen, erwähnt werden. Weiterhin muss der Titel der Originalquelle im Literaturverzeichnis erscheinen, selbst wenn Ihnen diese Quelle offensichtlich nicht vorliegt.
Beispiel: Fend (1980, 119), zit. n. Laimer (1984, 195)
Sowohl das Buch von Fend als auch das von Laimer muss im Literaturverzeichnis mit vollständiger Angabe erscheinen! - Zum Umgang mit Internet-Quellen vgl. unten Punkt 6.
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(*) vgl. Niederhauser, Jürg (2000): DUDEN - Die schriftliche Arbeit. Ein Leitfaden zum Schreiben von Fach-, Seminar- und Abschlussarbeiten in der Schule und beim Studium. 3., völlig neu erarb. Aufl., Mannheim: Bibliographisches Institut. (Besonders preiswert, kurze und prägnante Erklärungen mit Beispielen)
4. Bibliographie (Literaturangaben im Literaturverzeichnis)(*)
- Literaturangaben erscheinen entsprechend des amerikanischen Autor-Jahr-Systems folgendermaßen:
Name, Vorname (Erscheinungsjahr): Titel. Untertitel. Ort: Verlag.
Sie können auch das herkömmliche System benutzen (Name, Vorname: Titel. Untertitel. Ort: Verlag, Jahr). Wichtig ist, dass Ihre Angaben einheitlich sind!
Beispiele:
a) Autor-Jahr-System: Hurrelmann, Klaus (1998): Einführung in die Sozialisationstheorie. Über den Zusammenhang von Sozialstruktur und Persönlichkeit. 6., neu ausgest. Aufl.. Weinheim / Basel: Beltz.
b) herkömmliche Schreibung: Hurrelmann, Klaus: Einführung in die Sozialisationstheorie. Über den Zusammenhang von Sozialstruktur und Persönlichkeit. 6., neu ausgest. Aufl.. Weinheim / Basel: Beltz, 1998 - Handelt es sich nicht um die erste Auflage, sondern um eine weitere, ist die Nennung der Auflagennummer und –art nach der Nennung des Titels erforderlich.
Beispiel: Engelen-Kefer, Ursula (1995): Beschäftigungspolitik: Wege zur Vollbeschäftigung im Europäischen Binnenmarkt. 3., völlig neu bearb. Auflage. Köln: Bund-Verlag. - Ist der Titel als Teil einer Reihe erschienen, wird dies in Klammern am Ende der Literaturangabe vermerkt.
Beispiel: Franz, Wolfgang (1993): Der Arbeitsmarkt: eine ökonomische Analyse. Mannheim et al.: BI-Taschenbuchverlag. (= Meyers Forum; 17). - Unselbständig erschienene Titel (Aufsätze) werden ebenfalls nach dem Autor-Jahr-System benannt:
Name, Vorname (Erscheinungsjahr): Titel. Untertitel. In: Name, Vorname (Hg.): Titel. Untertitel. Auflage. Verlagsort: Verlag (= Reihe). Seitenangabe.
Beispiel: Mezger, Dorothea (1989): Weibliche Ökonomie oder Frauen der Ersten Welt gegen Frauen der Dritten Welt. In: Erler, Gislea / Jaeckel, Monika (Hg.) (1989): Weibliche Ökonomie. Ansätze, Analysen und Forderungen zur Überwindung der patriarchalischen Ökonomie. München: Verlag Deutsches Jugendinstitut, 38-53. - Als graue Literatur werden Veröffentlichungen bezeichnet, die nicht in regulären Buchverlagen erschienen sind, sondern von Institutionen, Organisationen etc. (z.B. Bundeseinrichtungen, Forschungsinstituten, Verbänden u.ä.) herausgegeben wurden. Sie werden wie Bücher unter Angabe des herausgebenden Instituts behandelt.
Beispiel: Heinz, Walter R.(1993/1997): Einführung in die berufliche Sozialisation. 3 Kurseinheiten. Hagen: FernUniversität Hagen (Kursnr. 4302). - Magisterarbeiten, Dissertationen etc. werden ebenfalls wie Bücher behandelt, unter Angabe der Art der Arbeit sowie der Hochschule:
Beispiel: Schmidt, Dietmar: Versteht man sie? Oder: Der Weg zum idealen Lehrbuch. Eine kritische Untersuchung ausgewählter Lehrbücher zur Geomorphologie. Diplomarbeit Bonn: Universität, 1996.
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(*) vgl. Niederhauser, Jürg (2000) DUDEN - Die schriftliche Arbeit. Ein Leitfaden zum Schreiben von Fach-. Seminar- und Abschlussarbeiten in der Schule und beim Studium. 3., völlig neu erarb. Aufl., Mannheim: Bibliographisches Institut. (Besonders preiswert, kurze und prägnante Erklärungen mit Beispielen)
5. Zum Umgang mit Internet-Quellen(*)
Eine Webseite oder ein Dokument auf einer Webseite kann sich schnell und ständig ändern, so dass die Quellenangabe eines Internetdokuments schon nach kurzer Zeit nicht mehr auf das gleiche Dokument, sondern auf eine geänderte Fassung verweist oder gänzlich verschwunden ist.
Um nachprüfbar zu sein, müssen Downloads als Anhang der jeweiligen Arbeit beigefügt werden - fragen Sie Ihre Betreuerin/Ihren Betreuer, in welchem Umfang sie/er dies wünscht.
Zum Zitieren und Bibliographieren von Internet-Quellen:
Eine eindeutige Benennung eines Internetdokumentes ist durch den Uniform Resource Locator (URL) möglich, der den Internetdienst, das Internetprotokoll und den Pfad angibt.
Beispiel einer URL eines Dokuments im World Wide Web:
http//mso.ch/rechtschreibung/Test.htm
Dokumente aus dem Internet werden im laufenden Text Ihrer Arbeit wie andere Titel auch gemäß der o.g. Zitierweise (vgl. Punkt 4) nachgewiesen.
Im Literaturverzeichnis Ihrer Arbeit lassen sie sich folgendermaßen nachweisen:
Name, Vorname (Jahr): Titel. URL: Angabe der URL [Stand: Datum der Abfrage]
Beispiel: Schrodt, Richard (1999): Diesseits von G/gut und B/böse.
URL: www.univie.ac.at/Germanistik/schrodt/rechtschreibreform/diesseits.html [Stand: 17. August 1999]
Wenn ein Dokument nicht einem einzelnen Autor zuzuordnen ist, sondern von einer Institution stammt, wird diese angegeben.
Beispiel: Dudenredaktion: Konrad Duden – Ein Name wird zum Synonym.
URL: www.duden.de/marke/image_konrad.html [Stand 20. Dezember 1999)
6. Entwurf einer G l i e d e r u n g
(Strukturskizze)
1) Einleitung
Kurze Erläuterung der Themenstellung oder der zentralen Frage(n) und Ihrer Vorgehensweise, also der Gliederung (Warum ist das Thematisierte ein Problem? Warum aktuell?)
2) Definition/Begriffsdiskussion
(zentrale Begriffe der Themen- oder Fragestellung)
3) Hauptpunkte
3.1 Bisher vorliegende Ergebnisse/Untersuchungen
3.2 Theoretische Grundlagen
3.3 Eingrenzung der Abhandlung, Diskussion des Problems / Themas
4) Auswertung der Ausführungen von 2 und 3
5) Schluss / Fazit / Ausblick / eigene Stellungnahme
6) Literatur
7) evtl. Anhänge

